Was ist AKTION KiM?

AKTION KiM hat zum Ziel, Kinder von Inhaftierten als eine eigenständige Zielgruppe mit spezifischen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihnen dabei zu helfen, entsprechenden Unterstützungsbedarf einzufordern und zu erhalten. Leitgedanke ist dabei die umfassende Wahrung und Umsetzung von Kinderrechten sowie von Teilhabe- und Beteiligungsrechten von Kindern, daher: 
Kinder im Mittelpunkt

Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen der EU-weiten COPING-Studie (2010-2012), durchgeführt mit Fokus auf die Perspektive der Kinder, die eindeutig den Hilfebedarf der betroffenen Kinder und ihrer Familien belegt.

Die Empfehlungen der Studie beziehen sich auf fünf Kategorien:

  1. Gesellschaftliches Bewusstsein für das Thema schaffen und politische Entscheidungsträger dafür sensibilisieren
  2. Kinder- und familienfreundliches Strafrechtssystem
  3. Aufrechterhaltung des Kontakts zum inhaftierten Elternteil
  4. Beratung und Unterstützung der Betroffenen
  5. Rolle der Schule

Außerdem basiert das Projekt auf dem Bericht von 2017 des Deutschen Institutes für Menschenrechte, das mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention betraut wurde, an den Deutschen Bundestag über „Das Recht von Kindern auf Kontakt zu ihrem inhaftierten Elternteil“. Untersucht wurde, wie das Kindeswohl bei der Abwägung zwischen dem Recht des Kindes auf Umgang mit dem inhaftierten Elternteil und den legitimen Interessen des Strafvollzugs verwirklicht werden kann.

Unter Beachtung des Kindeswohls ist es wichtig, dass die Kinder nicht „mitbestraft“ werden, weil der Kontakt zum inhaftierten Elternteil nicht in gewohnter Weise stattfinden kann. Wir wollen dabei unterstützen regelmäßigen Kontakt zu ermöglichen, sofern dem nichts kindeswohlgefährdendes entgegensteht.