Angebote für Angehörige

Wir bieten Information und Beratung, kostenlos und vertraulich, auch als Hausbesuch

Bei allen Maßnahmen steht immer das Wohl des Kindes im Vordergrund. So muss beispielsweise genau geprüft werden, ob es für das Kind tatsächlich förderlich ist, Kontakt zum inhaftierten Elternteil zu haben. Besonders dann, wenn das Kind Zeuge oder gar Opfer von Gewalttaten des inhaftierten Elternteils war, ist es unsere vordringliche Aufgabe, Wege zu finden, die es dem Kind ermöglichen seine negativen, vielleicht sogar traumatischen Erfahrungen mit geeigneter Unterstützung zu bearbeiten.

Da die Inhaftierung des Partners/Partnerin ein einschneidendes Erlebnis ist, sind diejenigen, die dann mit den Kindern zurückbleiben, oft mit der plötzlichen veränderten Situation überfordert. Es treten viele Fragen auf, die die Grundsicherung der Familie betreffen (Sozialleistungen, Krankenkasse z.B.), aber auch, wie man mit den Kindern altersgerecht über die Situation sprechen kann.

Manchmal ergeben sich aus der Inhaftierung Konflikte mit der eigenen Familie, es entwickeln sich Schamgefühle, man weiß nicht, wie man gegenüber Freunden, Kollegen, Nachbarn über die aktuelle Situation sprechen kann.

Dazu wollen wir Hilfe anbieten, diese kann in Form von Einzelgesprächen beratend sein, aber auch durch Gruppenangebote erfolgen, vor allem durch die Feststellung, dass man mit dem Problem nicht allein ist.

Wir beraten gerne auch zu Hause, wenn eine Fahrt nach Gießen aufgrund der Entfernung oder aus finanziellen Gründen nicht möglich ist.