Für Kooperationspartner

Die Ankündigung zum Online-Netzwerktag am 10.11.2021 von 9:30 bis 14:00 Uhr finden Sie unter Angebote

Über AKTION - KiM
Das Beratungsangebot hat zum Ziel, Kinder von Inhaftierten als eine eigenständige Zielgruppe mit spezifischen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihnen dabei zu helfen, entsprechenden Unterstützungsbedarf einzufordern und zu erhalten. Leitgedanke ist dabei die umfassende Wahrung und Umsetzung von Kinderrechten sowie von Teilhabe- und Beteiligungsrechten von Kindern.

Das Kindeswohl steht natürlich an oberster Stelle. Es wird immer nach dem konkreten Bedarf des Kindes unter Wahrung des Kindeswohls geschaut. Wir bieten Gruppen an, aber auch genauso individuelle Unterstützungsangebote, die wir vorher genau besprechen.

Die Inhaftierung eines Elternteils stellt für Kinder und Jugendliche einen großen Einschnitt in ihrer Entwicklung und in ihrem Leben dar.

Sie reagieren darauf sehr sensibel, ziehen sich oft aus den Freundeskreisen zurück, zeigen Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule und meiden Gemeinschaftsaktivitäten. Betroffene Kinder tragen ein hohes Risiko, später selbst straffällig zu werden. Enttäuschung, Trauer, Wut, Angst und Scham sind vorherrschende und bestimmende Gefühle, die sich auch in Aggressionen äußern können.

Das Projekt knüpft an den Erkenntnissen der EU-weiten COPING-Studie an, die den Unterstützungsbedarf der betroffenen Kinder und ihrer Familien eindeutig belegt (vgl. www.treffpunkt-nbg.de/projekte/coping/ergebnisse).

Ein großer Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen verfügen in dieser schwierigen Situation über keine oder nur wenige geeignete Gesprächspartner. Der inhaftierte Elternteil steht nur sehr begrenzt zur Verfügung. Der andere Elternteil ist, genau wie das Kind, durch die neuen Anforderungen in vielerlei Hinsicht hoch belastet und nur selten in der Lage, sich den Bedürfnissen des Kindes zu widmen und ihm geeignete Hilfestellungen zu geben.

Die AKTION KiM – Kinder im Mittelpunkt verfolgt das Ziel, diesen betroffenen Familien sozialpädagogische Unterstützung anzubieten.

Hier finden Kinder und Jugendliche vertrauliche Gesprächspartner, die mit ihnen das Geschehene besprechen und die individuellen weiteren Bedarfe klären.

Dies kann außer regelmäßigen Beratungsgesprächen auch z.B. die Unterstützung beim Kontakthalten zum inhaftierten Elternteil sein (sofern dies dem Wohl des Kindes entspricht), sowie die Teilnahme an speziellen erlebnispädagogischen Angeboten mit anderen betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Selbstverständlich bieten wir auch den nichtinhaftierten Eltern und anderen Bezugspersonen des Kindes Beratung und bedarfsgerechte Unterstützung an, darüber hinaus Gruppenangebote, damit sich Betroffene ohne Scheu und Angst austauschen und aussprechen können. Ein Teil dieser Angebote richtet sich an Eltern mit ihren Kindern, ein anderer Teil nur an die Erwachsenen.